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Schufa - Entstehung der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung
Die Schufa gehört nicht unbedingt zu den beliebtesten Einrichtungen in Deutschland, ist allerdings im Finanz- und Dienstleistungssektor fest verankert. Früher firmierte die Schufa als eingetragener Verein als Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Mittlerweile ist es die Schufa Holding AG mit über 700 Mitarbeitern, die ihren Sitz in Wiesbaden hat. Getragen wird sie von der Kreditgebenden Wirtschaft, für die sie als Auskunftei arbeitet. Sie soll zum einen vor Kreditausfällen schützen, zum anderen die Überschuldung der Verbraucher vermeiden. Der Ursprung der Schufa liegt in der Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung, die 1927 gegründet wurde.
Die Aufgaben der Schufa
Aufgabe der Schufa ist es, Daten zu sammeln und auf Anfrage weiterzugeben. Sie selbst ermittelt keine Daten. Jeder kennt die Schufaklausel, die in Verträgen enthalten ist. Damit wird die Genehmigung erteilt, dass der Geschäftspartner sich Auskünfte bei der Schufa holt und die Vertragsdaten gespeichert werden. Neben dem Namen und der Anschrift - sowie allen alten Anschriften - sammelt die Schufa so auch alles zu geschäftlichen Transaktionen. Die Schufa hat derzeit (Stand Ende 2006) rund 384 Millionen Informationen von 63 Millionen Personen gespeichert. Sie gibt jährlich rund 77 Millionen Auskünfte an ihre 4500 Partner, darunter sind Banken, Versicherungen, Versandgeschäfte und Mobilfunkprovider, und rund eine Millionen Selbstauskünfte an die Verbraucher.
Die Daten der Schufa
Die Daten der Schufa gliedern sich in positive und negative Merkmale. Positivmerkmale sind unter anderem Anträge und Daten von Girokonten, alle Kreditkarten, Kredite, Bürgschaften und Leasinggeschäfte. Kritisch für den Betroffenen wird es, wenn so genannte Negativmerkmale vorhanden sind: Nicht bezahlte Forderungen, Mahnbescheide, die eidesstattliche Versicherung, Verbraucherinsolvenzverfahren, Missbrauch von Schecks, Kreditkarten und Konten sowie nicht ordnungsgemäß zurückgezahlte Kredite. Haben sich diese Probleme erledigt, können sie nach drei Jahren aus dem Datenbestand gelöscht werden.
Die Geschäftspartner der Schufa
Die Schufa hat drei Arten von Geschäftspartnern:
1.Als A-Vertragspartner, die bei Anfragen sowohl die positiven als auch die negativen Merkmale genannt bekommen, werden Banken, Kreditkartenunternehmen und Leasinggesellschaften eingestuft.
2.Die B-Vertragspartner erhalten nur die negativen Merkmale. Das sind der Handel, Versandhäuser und Unternehmen, die Kredit gewähren, wie die Telekommunikation.
3.An F- Vertragspartner gelangen bei Einwilligung die Adressdaten. Dabei handelt es sich um Inkassounternehmen.
Mehr Service der Schufa
Ein weiterer Service der Schufa ist die Altersverifikation und die Identitätsfeststellung, die unter anderem von großen Online-Auktionshäusern genutzt werden. Der Score-Wert ist eine zusätzliche Dienstleistung der Schufa.
Welche Daten bei der Schufa gespeichert wurden, können nicht nur die Partner der Schufa erfragen. Jeder hat das Recht auf eine Selbstauskunft, um sich ein Bild von dem zu machen, was an Informationen gespeichert ist. Entweder man wendet sich dazu an eine der Schufa-Geschäftsstellen oder stellt den Antrag schriftlich oder über das Internet.
Ein Vergleich verschiedener Anbieter, welche Kredite ohne Schufa anbieten finden sie hier >>